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Investieren Sie in das Leben! 19. Januar 2015
 
Tagesimpulse von Anselm Grün
Freude kann ganz einfach sein: die Sonne wahrnehmen, die den Tag erhellt, die frische Morgenluft spüren. Es gibt tausend Kleinigkeiten, die Leib und Seele erfreuen.

Ein Beitrag von Dr. med. Rainer Matejka zum neuen Jahr 2015
Liebe Mitglieder, liebe Leserin, lieber Leser,
was einem nicht so alles entgegenflattert in den letzten Jahren an Tipps, wie man sich für ultimative Krisensituationen wappnen kann. Finanzexperten empfehlen, Sachwerte gegen Papiergeldflut, von Immobilien über Gold bis hin zu Goldminenaktien. In Zeitungen werden Grundstück in Neu-Schottland (Kanada) als ultimative Sicherheit angeboten. Ganz große Schwarzseher raten zum Kauf von Wald, Äckern oder Fischteichen. Reinhold Messner erwarb schon vor langem einen Bauernhof – um in einer möglichen Globalen Krise "völlig autark" zu sein. Ganz so schwarz würde ich nun nicht sehen. Ich bin in gewisser Weise "begeistert", wie die Notenbanken immer wieder hinbekommen, den Casinobetrieb an den Finanzmärkten ebenso am Laufen zu halten wie die Schuldenmacherei allerorten. Dass allerdings irgendwann einmal eine "Reset-Taste" gedrückt werden muss und ein Neuanfang unumgänglich wird, lässt sich erahnen, und das glauben auch viele Wirtschafts- und Finanzexperten.
Da fragt man sich, gibt es denn kein "Investment", das zeitlos ist, praktisch kein Geld kostet und in allen Situationen nutzbringend ist? Gibt es – nämlich klassische Naturheilkunde.
Es geht um das Erwerben von Grundwissen und Fähigkeiten zur gesunden Lebensführung, vor allem in Anlehnung an die überwiegend zeitlose Konzepte von Prießnitz, Kneipp oder Bilz.
Wer nicht beim kleinsten Wehwehchen gleich zum Arzt laufen und dort unter Umständen lange Wartezeiten in Kauf nehmen will, um sich anschließend über nicht erstattungsfähige Arzneien zu ärgern, sollte versuchen, sich bei einfachen Problemen erst einmal selbst zu helfen. Naturheilkunde stellt sich nach Karl Pirlet, die Lehre von der "Heilhaltekraft" in uns Menschen dar. Naturheilverfahren sind die richtigen Methoden, um dies zu erreichen bzw. diese Kraft zu unterstützen.
Immer wieder im Mittelpunkt dabei: Bewegung, möglichst in der Natur, gesunde Ernährung, eine gewisse Abhärtung, Heilpflanzen und eine Rhythmik der Lebensführung.
Im akuten Fall kommt dann die gezielte Maßnahme hinzu: der Wickel, das Bad, der Einlauf, ferner die Reflexzonenbehandlung, die Gymnastik oder das (Kurz-) Fasten – überhaupt das Weglassen von Dingen, die uns Schaden.
Zugegeben, diese Vokabeln klingen nicht nach dem Jargon modernen Marketings, es sind zeitlose Begriffe und Methoden, die aber auch ohne Strom, Adapter und Laptop funktionieren.
Das Wiedererlernen einfacher Hausmittel stünde gerade dem getriebenen, modernen Menschen gut an und würde uns ein Stück weit "autark" machen: sei es bei einer Erkältung, einer Prellung, Übelkeit, Verspannungen im Rücken oder der ursächlichen Behandlung von Zivilisationskrankheiten wie Arthrose, Übergesicht, Gicht.
Allerdingst kann nicht humorlose Askese das Ziel sein. Es gehört auch Lebensfreunde dazu. Deshalb fehlt noch etwas, um das Ganze nicht zu hausbacken oder wie ein simples "zurück zur Natur" erscheinen zu lassen. Ein emotionales Element sollte hinzukommen:
die Beschäftigung von Dingen die über den Tag hinaus Bedeutung haben. Dinge tun, die einen positiven Platz in unserem Langzeitgedächtnis haben – Beschäftigung mit Sinnfindung und Tiefe.
Der Chefredakteur einer großen Finanzzeitschrift brachte es letztes Jahr im Angesicht eines persönlichen Schicksalsschlages auf den Punkt – die beste Anlageempfehlung lautet:" Investieren Sie in das Leben". In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein glückliches Jahr 2015
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Resilienz: Kraft durch Krise (?) 18. Januar 2015
 
Wir sollten darauf achten, etwas wirklich Gutes für Leib und Seele zu tun. Was dient meiner Erholung tatsächlich? Wodurch gewinne ich neue Kraft? Tagesimpulse von Anselm Grün
Resilienz: Kraft durch Krise (?)
Wer wäre nicht gern manchmal ein Stehaufmännchen? Mit "Resilienz" bezeichnen Wissenschaftler, Mediziner und Psychologen die seelische Widerstands­fähigkeit eines Menschen, seine Kapazität, Krisen zu überstehen und sogar daran zu wachsen. Der Begriff hat in den vergangenen Jahren Karriere gemacht. Die Naturarzt-Redaktion befragte Prof. Dr. rer. pol. Jutta Heller (Hoch­schule für angewandtes Management Erding), was es damit auf sich hat.Naturarzt: Welche Faktoren in der Kindheit fördern Resilienz?
Prof. Heller: Emmy Werner, eine Entwicklungspsychologin aus den USA, fand in einer Langzeitstudie heraus, dass folgende Voraussetzungen in der Kindheit die Resilienzentwicklung begünstigen: Erstens, eine enge emotionale Beziehung zu mindestens einem Familienmitglied, wodurch das Gefühl von Zuverlässigkeit und Sicherheit aufgebaut werden kann. Zweitens, das Erleben von Akzeptanz und Respekt aufgrund eigenen freundlichen und offenen Verhaltens sowie des Anpackens und Lösens von Problemen. Und drittens, ein unterstützendes Umfeld in der weiteren Familie, der Schule oder auch in der Nachbarschaft.
Welche Faktoren sind beim Lernprozess als Erwachsener die maßgeblichen und wie können wir sie – bei uns selbst – fördern?
Akzeptanz, Optimismus, Selbstwirksamkeit (von seinen Kompetenzen überzeugt sein und Einfluss nehmen), Eigenverantwortung, Netzwerkorientierung (Kontakte pflegen, sich Unterstützung holen) sowie Lösungs- und Zukunftsorientierung.
Stichworte wie Optimismus, Lösungsorientierung oder auch Netzwerkorientierung klingen nach langfristiger "Arbeit an mir selbst". Wenn ich ein Pessimist bin, scheue ich davor zurück ...
Auch mit kleinen Resilienzübungen für zwischendurch können wir etwas für uns tun. Am einfachsten geht das mit Lachen, was Glückshormone produziert. Und wenn Sie mal nichts zu lachen haben, dann beißen Sie auf einen Bleistift. Der Effekt ist der Gleiche, da die gleichen Muskelgruppen und damit die Hormone angesteuert werden. Auch Power-Posing ist eine hervorragende Übung, um den inneren Hormon-Cocktail zu aktivieren: Durch bewusste Körperhaltung "so tun als ob".
Resilienz heißt: Ich stehe (wieder) auf und gehe meinen Weg. Aber sicher nicht sofort, wenn ein Schicksalsschlag mich umgehauen hat. Was hilft mir in der ersten Phase?
Am Anfang ist es wichtig, sich zu stabilisieren und sich bewusst zu machen, was "heil" geblieben ist. Einen großen Teil zur Stabilisierung trägt ein strukturierter Tagesablauf bei – und man sollte ganz kleine Schritte wählen. Kleine positive Dinge bewusst wahrnehmen, zum Beispiel die Tasse heißer Kaffee, der Sonnenschein, das Vogelzwitschern, ein heißes Bad – das hilft. Wenn man in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht hat, an einer Krise gereift zu sein, kann dieses Wissen optimistisch stimmen, dass das auch wieder in der aktuellen Situation der Fall sein wird.
Es handelt sich um (teils gekürzte) Auszüge. Lesen Sie das ganze Interview in Naturarzt 12/2014.
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Gemischtes Doppel von Sex und Gewalt 17. Januar 2015
 
 
 
Gemischtes Doppel von Sex und Gewalt
Medien machen Märkte und deshalb machen Medien krank. Die Nationale Medizinforschungs-Agentur National Institutes of Health der US-Regierung hat zusammen mit der Yale University 173 Studien ausgewertet, die seit 1980 die Wirkungen von Medien auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen untersuchten. Das Studieren dieser Auswertung verbreitet nicht weniger Horror als die Machenschaften der Medien selbst und deren Folgen für die jungen Nutzer. Kinder verbringen zu viel Zeit vor dem Fernseher! Dauerkonsum führt zu Dauerschäden aller Art Amerikas Kinder und Jugendliche verbringen durchschnittlich 45 Stunden pro Woche mit Fernsehen, Handy, Internet, Zeitschriften, Filmen, Musik und Videospielen. Bei fast allen dieser Intensiv-Konsumenten wurde ein erhöhtes Risiko für auffällige Verhaltensweisen wie Aufmerksamkeitsstörungen, Alkohol-, Tabak- und Drogenkonsum sowie Fettleibigkeit und schlechte Schulnoten festgestellt.
93 Prozent der untersuchten Gruppen gaben an, bereits Sex gehabt zu haben. Es ist das Profil eines mentalen und emotionalen Präkariats, das sich quer durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Um die absehbaren Folgen für die ganze Gesellschaft abzuschätzen, muss man diese Untersuchungsergebnisse nur noch mit den Kriminalstatistiken vergleichen.
Medien unterliegen Marktgesetzen
Ein Wirtschaftssystem mit Wachstumszwang führt zwangsläufig zum Verlust von Menschlichkeit und Menschenwürde. Das gilt für alle Branchen. Medien kämpfen nicht für Geist und Kultur, sondern für Rendite um jeden Preis. Wenn Auflagen und Einschaltquoten absinken, sinkt automatisch auch das Niveau: Gezielt wird auf die niedrigsten Instinkte und auf die am leichtesten beeinflussbaren Geister.
Das sind nicht nur Kinder und Jugendliche. Immer mehr Erwachsene und Alte erliegen dem Überangebot von Unnötigem und dem Verwirrspiel von Verlogenem. Nur so ist es überhaupt möglich, dass zum Beispiel Nahrungsmittel den Markt überfluten, die mit Essen nur noch den Namen gemein haben.
Nur so ist es auch möglich, immer mehr Kranke als Markt für Mittel und Methoden zu generieren, die wiederum krank machen. Das System dieser Marktgewaltherrschaft ist anonym.
Kennen Sie unsere Internetseite? Besuchen Sie uns einfach einmal! www.naturheilverein-darmstadt.de

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