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Gichtanfall – Plötzlich schmerzt der große Zeh! 18. Februar 2012
 


Na!-türlich informiert.....
„Natürlich heilen – gesund leben - Der Natur und dem Leben vertrauen“

Trau Dich: Freundschaft pflegen:

Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns genau kennen und trotzdem zu uns halten.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) österreichische Erzählerin

Gichtanfall – Plötzlich schmerzt der große Zeh!

Ursache eines Gichtanfalles ist die Ablagerung von Harnsäurekristallen im Gelenk. Der Harnsäurespiegel im Blut gilt bei Männern als normal, wenn er unter sieben Milligramm pro Deziliter liegt, bei Frauen unter 5,7. Erhöhte Werte führen nicht unbedingt zu Beschwerden. Andererseits können selbst bei normalen Werten Gichtanfälle auftreten. Wird allerdings bei einer Laboruntersuchung ein zu hoher Wert festgestellt, sollte das ein Warnsignal sein, endlich seine Ernährungsgewohnheiten zu ändern. Peter K. ist 34 Jahre alt und deutlich übergewichtig. Seine Ernährung ist unregelmäßig. Regelmäßig dagegen ist ein abendlicher Alkoholkonsum von 12 Flaschen Bier. Im Anschluss an eine Silvesterfeier stellt sich plötzlich ein heftiger Schmerz im Bereich der rechten Großzehe ein. Das Zehengrundgelenk wirkt deutlich geschwollen und gerötet. Wegen anhaltender Schmerzen sucht er die Krankenhausambulanz auf. Diagnose: Gichtanfall. Die Symptomatik entsteht, wenn im Organismus zu viel Harnsäure produziert wird, beziehungsweise die vorhandene Harnsäure nicht mehr ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden kann. Fleisch und Wurstwaren steigern Harnsäurespiegel.

Harnsäure ist ein Stoffwechselprodukt, welches der menschliche Organismus im Gegensatz zu zahlreichen Tieren nicht mehr weiter abbauen kann.
Die Hauptursachen liegen in einer Fehlernährung mit einem zu hohen Maß an harnsäurefördernden Nahrungsmitteln. In diesem Zusammenhang spricht man von einer purinreichen Nahrung. Besonders vorteilhaft ist somit lactovegetabile Kost mit reichlich Gemüse und Kartoffeln. Entscheidend ist das zu hohe Maß tierischer Nahrungsmittel, insbesondere Innereien so wie stark verarbeitete Fleischprodukte und Wurstwaren. Neben Fehlernährung und konstitutionellen Voraussetzungen können verschiedene Medikamente und andere dem Organismus zugeführte Substanzen den Harnsäurespiegel beeinflussen. Die Harnsäureproduktion erhöhen z.B.: – Zytostatika (stark wirksame Pharmaka, die beispielsweise bei Krebserkrankung eingesetzt werden.)

Alkohol erhöht also die Harnsäureproduktion und hemmt gleichzeitig auch noch die Harnsäureausscheidung. Deswegen ist für eine ursächliche Therapie der Gicht die konsequente Meidung von Alkohol die erste Voraussetzung:

Bier ist besonders ungünstig. Neben den schädlichen Auswirkungen des Alkohols enthält es eine bestimmte Substanz, das Guanosin, welches seinerseits den Harnsäurespiegel stark erhöht. Wer also glaubt, er könnte gerade mit Bier eine effektive Nierendurchspülung betreiben, irrt. Bier erzeugt eine sogenannte osmotische Diurese, entwässert den Körper insgesamt und verschlechtert die Stoffwechselbilanz nachhaltig. Auch Nierensteine können Ausdruck von Gicht sein Unter einer Gicht werden verschiedene Symptome verstanden. Neben typischem Gelenkbefall (vorzugsweise im Großzehenbereich) können sogenannte Gichtknötchen (Tophi) sich auch im Bereich der Weichteile (zum Beispiel Ohrmuschel) zeigen. Auch Nierensteine können – wenn es sich um Harnsäuresteine handelt – Ausdruck einer Gichterkrankung sein. Typischerweise tritt die Gelenkentzündung anfallsartig auf, vor allem nach festlichen Gelagen, die die Harnsäurebelastung des Organismus erhöhen.

Durch eine Blutuntersuchung kann festgestellt werden, wie hoch der Harnsäurespiegel liegt. Bei Frauen gilt eine Obergrenze von 5,7 mg/dl, bei Männern 7,0 mg/dl. Werte knapp darunter schließen allerdings Gichtanfälle nicht aus. Einige Mediziner vertreten die Ansicht, dass erst bei Werten unter 5,0 bei Männern sicher davon ausgegangen werden kann, dass es nicht mehr zu Gichtanfällen kommt.

Im Fall von Peter K. geht es zunächst einmal darum, die akute Schmerzsymptomatik zu lindern. Harnsäuresenkende Medikamente reichen nicht aus, da ihr Wirkeintritt zu langsam erfolgt. Deswegen müssen akut entzündungslindernde Maßnahmen eingesetzt werden. Rasche Hilfe bieten Antirheumatika (zum Beispiel Diclofenac). Meist genügt es, wenn man sie ein bis zwei Tage nimmt. Zusätzlich wird der Heilungsverlauf durch Kühlung und Ruhigstellung des betroffenen Gelenkes entlastet. Auf Dauer hilft nur strikte Ernährungsumstellung.

Die Ernährung sollte konsequent auf purinarme und somit vegetarische Kost umgesetzt werden. Parallel dazu ist die Flüssigkeitsaufnahme zu steigern, um die Ausscheidung der Harnsäure über die Niere zu aktivieren. Besonders geeignet hierfür sind mineralarme Wässer und Kräutertees.
Für die Langfristbehandlung kann der Einsatz harnsäuresenkender Medikamente notwendig sein. Meist kommt die Substanz Allopurinol zum Einsatz. Sie ist unter zahlreichen Handelsnamen im Handel. Sie reduziert die Anflutung der Harnsäure im Blut, so dass die Niere nicht plötzlich überfordert wird und es zu spontanen Ablagerungen der Harnsäure im Gewebe kommt. Der Einsatz derartiger harnsäuresenkender Maßnahmen kann bei Patienten, die anlagebedingt zu erhöhter Harnsäure neigen oder auch wiederholt Nierensteine und Gelenkentzündungen hatten, dauerhaft notwendig sein. Für die meisten Betroffenen ist es aber möglich, bei konsequenter Ernährungsumstellung und Verzicht auf Alkohol die Symptomatik mittelfristig auch ohne Arzneien zu bessern oder zu heilen.

Gicht ist eine typische Wohlstandskrankheit. Sie traf schon immer Menschen, die im „Schlaraffenland“ leben. Auch Übergewicht begünstigt, neben zahlreichen anderen Zivilisationserscheinungen, die Gicht. Deswegen sind eine Gewichtsnormalisierung und die damit einhergehende Verbesserung des Stoffwechsels bereits die entscheidende Basisbehandlung. Gicht befällt vorzugsweise Männer. Sie sind im Verhältnis 20:1 häufiger als Frauen davon betroffen.

Eigenverantwortung mit Optimismus 01. Februar 2012
 
 
 
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Weisheiten des Herzens:

´Reichtum, Ansehen, Macht, alles ist unbedeutend und nichtig gegen die Größe des Herzens. Das Herz allein ist das einzige Kleinod auf der Welt, in dem wohnt das Glück.´
Adalbert Stifter österreichischer Schriftsteller, Maler, Pädagoge



Eigenverantwortung mit Optimismus,
die Erfolge und Fortschritte der Hochschulmedizin vor allem im Notfall bzw. in der Akutmedizin sind oft beeindruckend. Auf der anderen Seite zeigt sich Fortschritt häufig auch als überflüssig oder gar schädlich, wie wir bei neuen Medikamenten wiederholt feststellen mussten. Sicher, jeder spürt, dass die Leistungen des Gesundheitswesens insgesamt in der Zukunft eher rückläufig sein werden, so dass mehr denn je Eigenverantwortung Bedeutung bekommt. Dies können wir aber auch positiv bewerten. Wo die Politik nur mühsam an Einsicht gewinnt, ist die Naturheilkunde längst viel weiter:

Das hohe Maß an Eigenverantwortung entspricht hier seit jeher der Überzeugung.

Bezahlbar, sowohl für die Einzelnen als auch für die Gesellschaft, bleibt das Ganze, wenn wir uns an dem Grundsatz orientieren: "So viel moderne Hochleistungsmedizin wie nötig, so viel – meist – kostengünstige Naturheilkunde wie möglich!" Gerade in der Vorbeugung und Behandlung chronischer Erkrankungen bietet die klassische Naturheilkunde ein breites Repertoire an Möglichkeiten. Vieles davon ist in Eigenregie machbar. Vorausgesetzt, man weiß, wie‘s funktioniert. Um Eigenverantwortung ausüben zu können, sollte sich jeder Mensch daher gewisse Kenntnisse rund um das angeblich Wichtigste – die Gesundheit – aneignen. Auch wenn man damit nicht alle Probleme lösen kann, und in vielen Fällen zusätzliche therapeutische Hilfe notwendig wird, dient dies dem Erhalt der Gesundheit und der Fähigkeit, bei eventuellen Problemen "mitreden" zu können – nicht am Stammtisch, sondern in der Praxis. Denn nichts ist so "nervig" für den Arzt und oft auch tödlich für die Therapie wie ein uninformierter Patient.

Gute Vorsätze fürs neue Jahr durchhalten!

Beim Jahreswechsel werden die eigenen Lebensziele gerne unter die Lupe genommen und geprüft, inwieweit man mit dem derzeitigen Verhalten noch in der richtigen Spur zu diesen Zielen ist. Vorsätze für mehr Gesundheit, Lebensqualität und (soziales) Wohlgefühl werden dabei meist ins Auge gefasst. Doch "… das Fleisch ist schwach."
Dagegen gibt es hilfreiche Tricks zum Verwirklichen der guten Vorsätze: Die persönlichen Vorsätze aufschreiben! Dabei nicht allgemein formulieren, wie "Freundschaften besser pflegen", sondern als präzise Anweisungen, wie: "einmal pro Woche Lisa besuchen" oder anstatt "mehr Sport treiben", die Anweisung "Dienstag und Samstag im Fitnessstudio trainieren". Über diese Vorsätze Freunde informieren und wenn es gelingt, sie umzusetzen, sich ruhig selbst belohnen!

Etwas mehr Ruhe und Ordnung 01. Februar 2012
 
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"Natürlich heilen – gesund leben - Der Natur und dem Leben vertrauen"

Leitgedanke:

´Das beste Heilmittel des Kranken ist ab und zu etwas Gesundheit.´
Friedrich Nietzsche, (1844 – 1900) Deutscher Dichter, Philosoph

Etwas mehr Ruhe und Ordnung……
Neu ist die Diagnose "Burnout" nicht. Wir kennen sie seit etlichen Jahren. Die Problematik rückte jedoch kürzlich wieder verstärkt in die Öffentlichkeit, nicht zuletzt wegen einiger prominenter Fälle. Flugs stehen aller Orten Experten für die Behandlung von Burnout bereit, geben die unterschiedlichsten Ratschläge, die sich teilweise recht hochtrabend anhören.

Was hat es mit diesem "Ausgebrannt"-Sein auf sich? Es handelt sich um einen Zustand dauerhafter körperlicher, seelischer und geistiger Erschöpfung. Bemerkenswert: vor allem Berufe, die viel "mit Menschen" zu tun haben, sind nachhaltig betroffen. Mir fällt dabei immer die Aussage des Medizinsoziologen Professor Paul Lüth ein, der von den vier Urberufen sprach: Arzt, Priester, Lehrer, Soldat. Genau diese Berufsgruppen sind es heute, die belastet sind.

Welche Therapie hilft am besten? Je nach Fachrichtung werden unterschiedliche Experten jeweils die Strategien ihrer eigenen Disziplin besonders hervorheben: Antiaging-Experten sicher etwas anderes als Psychologen. Ich möchte in diesem Zusammenhang an die klassischen Naturheilverfahren erinnern. Allein die Rückbesinnung auf die "Ordnungstherapie" würde vielen ein Stück weiterhelfen: die Ausrichtung des Alltags an einer gesunden Lebensordnung. Ständiger Stress, auch wenn es angeblich positiver Stress ist, macht krank. Es sind immer auch Phasen der Ruhe, Muße und Entspannung erforderlich, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung, Sympathikus und Vagus, Yang und Yin zu erzielen. Obwohl Erfolgsdruck im Beruf sicher eine wichtige Teil-ursache ist, scheint mir immer öfter auch privater Stress eine Rolle zu spielen. Die Familie ist heute oft alles andere als ein Ort der Entspannung und Geborgenheit. Und dann kommt noch der Freizeitstress hinzu.

Untersuchungen zeigen, dass immer weniger Menschen imstande sind, auch nur für kurze Zeit einmal allein zu sein. Zwar würden viele die Frage, ob sie auf eine einsame Insel möchten, enthusiastisch bejahen. Doch ich unterstelle, vielen würde spätestens nach drei Tagen die Decke auf den Kopf fallen.

Wir sollten daher alle wieder lernen, den Grundprinzipien der Natur besser zu lauschen. Lernen, was uns die Natur zu sagen hat – wie kürzlich ein Botaniker referierte."Ruhe heilt"! Wir sollten uns darauf einlassen und zwar nicht erst dann, wenn ein Erschöpfungssyndrom bereits eingetreten ist, sondern vorbeugend – als Teil des täglichen Tagesablaufes.

Genau wie es auch moderne Zeitmanagementtrainer empfehlen: Jeder Mensch sollte sich jeden Tag ein Stück Freiraum schaffen, in dem er mit seinen eigenen Gedanken ganz allein ist und die erlebten Dinge reflektieren kann. Dann muss es selbst bei erheblicher Belastung gar nicht erst zu Burnout-Syndromen kommen. Aber auch denen, die bereits betroffen sind, wird die Rückbesinnung auf dauerhaft gültige Gesetze der Naturheilkunde ein solides Fundament bieten, auf dem sich weitere, individuelle Therapien aufbauen lassen.

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