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Wie Sie Stress erkennen 13. Mai 2010
 
Na-türlich informiert..... Gesundheit selbst in die Hand nehmen

Leitgedanken: Die Hoffnung des ganzen Jahres – der Frühling. Die Hoffnung des Tages – der Morgen. Aus Japan

Wie Sie Stress erkennen und besser mit ihm umgehen können

Zeichen für krankmachenden Dauerstress: Stress macht sich durch die verschiedensten körperlichen und psychischen Symptome bemerkbar, z. B. Zittern, Schwitzen, Magenschmerzen, Blähungen, Durchfälle, Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen, Über- oder Untergewicht. Er belastet Herz und Kreislauf durch erhöhten Blutdruck (über 140/90) oder einen hohen Ruhepuls (über 80/min).

Man ist müde, obwohl man genug geschlafen hat, oder leidet unter Schlafkonzentrations- und Gedächtnisstörungen und kann von der Arbeit nicht mehr abschalten. Viele können sich ohne Alkohol oder Tabletten gar nicht mehr entspannen oder einschlafen. Die Bewältigung des Alltags wird immer schwieriger: Das Zusammenleben ist häufig konfliktbeladen, man wird reizbar, nervös, hektisch und ängstlich, der Berg unerledigter Aufgaben wächst, Alltagsunfälle häufen sich.

Energiequellen gegen den Stress

Ø Fähigkeit zu Freude und Genuss
Ø regelmäßige Freizeitunternehmungen, z.B. Sport
Ø Geborgenheits- und Sicherheitsgefühl, Vertrauen
Ø regelmäßiger Lebensrhythmus Ø versöhnliche Konfliktbeilegung
Ø erfüllte Sexualität und Partnerschaft
Ø Offenheit, Toleranz, Mitgefühl
Ø Freude auf den nächsten Tag und seine Aufgaben
Ø „nein“ sagen und delegieren können
Ø täglich mindestens zwei Stunden freie Zeit
Ø Gelassenheit, Spontaneität, Optimismus
Ø Religion, Spiritualität
Ø erfüllte, regelmäßige soziale Kontakte
Ø gesicherte materielle Existenz
Ø häufiges Lächeln und Lachen
Ø Zeit- und Arbeitsmanagement

Auch die Kinder profitieren davon, wenn Eltern weniger gestresst sind.

Je stärker eine Leistungsgesellschaft ihren Tribut an seelischer und körperlicher Gesundheit fordert, desto mehr erklärt sie Stressreduzierung und ein Leben in Gelassenheit und Gleichmut zum ehrgeizigen Ziel. In der Praxis zeigt sich, dass per se weniger Stress, sondern der richtige Umgang damit für mehr Lebensqualität sorgt.

An welchem Fortschritt müssen wir teilhaben? 13. Mai 2010
 
Na-türlich informiert.....Natürlich heilen – Gesund leben

Leitgedanken: Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins. Seneca

An welchem Fortschritt müssen wir teilhaben?

Seit 2004 gibt es in Köln ein „Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen“ (IQWIG). Zu seinen prominentesten Aufgaben gehört es, neue und meist kostenintensive Arzneimittel einer kritischen Kosten-Nutzen- Bewertung zu unterziehen. Mehrere von der Pharmaindustrie mit besonderer Werbevehemenz auf den Markt gebrachte Arzneimittel haben diese Prüfung nicht bestanden. Nun soll Peter Sawicki, der als „Pharma-Schreck“ bekannte Leiter des Instituts, seinen Hut nehmen, angeblich wegen einer „Dienstaffäre. Kritiker der Abberufung fürchten, dass der erzwungene Abgang vor allem mit der mutigen und unbeugsamen kritischen Haltung Sawicki zu tun hat und fortan ein Experte installiert werden soll, der pharmafreundlicher ist. Doch kann sich ein Nachfolger eine Pharmafreundliche Haltung leisten, ohne gleich in den Verdacht der Abhängigkeit zu geraten? Und verfolgt nicht auch die Bundesregierung das Ziel, die Pharmakosten in den Griff zu bekommen?

Bisher jedenfalls hat das Institut oft bemerkenswerte Arbeit geleistet, beispielsweise im Falle der sogenannten Insulinanaloga (zur Behandlung von Diabetes). Die Pharmaindustrie hatte diese Mittel mit Riesenaufwand und perfekter Inszenierung als großen „Fortschritt“ in den Markt gedrückt. Das IQWIG entschied jedoch, die Insulinanaloga seinen nicht besser als herkömmliches Insulin. Folge: Die Krankenkassen erstatten die Innovation nicht. In diesem wie in anderen Fällen, wenn das IQWIG eine Negativbewertung abgab, fielen Ärzte- und Pharmavertreter über das Institut her nach dem Motto: Es mache sich moralisch schuldig, weil betroffene Patienten wichtige medizinische Neuerungen vorenthalten würden. Erst neulich hat der Präsident des Bundesärztekammer, Prof. Jörg-Dietrich Hoppe, dies Argumentation wieder einmal in pauschaler Weise formuliert: Nicht alle Patienten nähmen heutzutage am medizinischen Fortschritt teil, will ihnen teure Medikamente vorenthalten würden. Doch müssen wirksame Medikamente weder „neu“ noch teuer sein? Die Erfahrung in der Praxis zeigt eher das Gegenteil: Bluthochdruckmittel, die längere Zeit auf dem Markt sind, zeigen sich oft effektiver und besser verträglich als teure neue. Ähnliches gilt bei Psychopharmaka oder Schmerzmittel. Statt Fortschritt erleben wir allzu oft nur „Pseudoinnovationen“.

Wie sieht es mit dem „Fortschritt“ Im Bereich der Naturheilkunde aus? Sie ist mit ihren fünf klassischen Säulen Bewegung, Pflanzenheilkunde, Wassertherapie, Ernährung und Ordnungstherapie eher zeitlos. Vieles, was auf alternativen Gesundheitsmessen als Neuigkeit vorgestellt wird, verschwindet oft genauso schnell wie es gekommen ist. Gleichwohl darf sich auch die Naturheilkunde nicht zu statisch verhalten. Im Bereich Ernährung beispielsweise wachsen Zweifel, ob Obst und Getreide in dem immer wieder propagierten Umfang wirklich so gesund sind. Patienten mit chronischen Verdauungsstörungen können ein Lied davon singen, dass vermeintlich gesunde Kost oft nicht gut vertragen wird. Echter Fortschritt heißt daher: Erkenntnisse müssen stets die individuelle Erfahrungen des Patienten berücksichtigen.

Altern ist doch keine Krankheit... 3. Teil 13. Mai 2010
 
Na-türlich informiert.....Natürlich heilen – Gesund leben.

Gesundheit selbst in die Hand nehmen

Leitgedanken: Die Probe der wahren Erziehung ist: Frohsinn und Offenheit der Kinder Georg Moritz Ebers

Altern ist doch keine Krankheit........

Niemand muss, manch eine(r) möchte und kann aber im Alter noch etwas Neues lernen! Fördern Sie die Arbeit Ihrer Denkzentrale Möglichst alt werden, ohne dabei zu altern – ein weit verbreiteter Wunsch, mit dessen Verheißung trefflich Geschäfte gemacht werden. Die meisten teuer erkauften Hoffnungen Bleiben jedoch Schall und Rauch. Hans-Heinrich Jörgensen, mit 76 Jahren auch nicht mehr der Jüngste und bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, nimmt verschiedene Auswüchse von Jugendwahn und Anti-Aging, die auch in der Naturheilkunde um sich greifen, aufs Korn. Wir geben in drei folgenden Teilen seinen Vortrag bei unserem 125 jährigen Jubiläum in der Kulturhalle wieder.

Letzte Folge

Altersdepression oder ein zu stark gesenkter Blutdruck

Über den Blutdruck und den Cholesterinspiegel habe ich mich oft genug ausgelassen. Dass der Blutdruck steigt, wenn Ärger und Gefahr mich in Fluchtbereitschaft versetzen, ist normal und sinnvoll und bedarf keine Behandlung. Ist er dauerhaft hoch, genügt es nicht, ihn zu senken, es gilt die Ursache zu finden und zu beseitigen. Nur allzu leicht wird ein über Gebühr gesenkter Blutdruck mit einer Depression verwechselt.

Zeigt das Herz erste Erschöpfungserscheinigungen, traut sich seltsamerweise niemand mehr, es zu fordern und zu fördern. . Mit Betablockern, Kalziumantagonisten, Entwässerungsmitteln und anderen Blutsenkern wird das Herz geschont, anstatt es zu kräftigen und in die Lage versetzen, seine Arbeit wieder ordentlich zu erledigen. Das Herz schlägt nicht um seiner selbst willen, sondern um genügend Blut ins Gehirn und in den großen Zeh zu Pumpen.

Zeigt das Herz sich erschöpft, gibt es drei sichere Signale: Kurzatmigkeit, abends geschwollene Unterschenkel, nächtliches Wasserlassen. Die sinnvolle Therapie, mit Fingerhut (Digitalis) oder Maiglöckchen (Convallaria) die Pumpkraft wieder den Anforderungen dass alltags anzupassen, ist aus der Mode gekommen. Stattdessen wird das Herz weiter geschont und gebremst, womit Lebenskraft und –Freude nicht gerade steigen.

Antidepressiva machen die Miete nicht billiger...

Beim Stichwort „Depression“ sei mir der Hinweis gestattet, das Medikamente, die überhaupt nichts heilen, sondern nur unsere Wahrnehmungsfähigkeit durch ein paar Milligramm einer ins Gehirn geschossenen obskuren Chemikalie verändern, heute mit weitem abstand an der Spitze aller Verordnungen rangieren. Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Angstlöser, Antidepressiva machen keine Hüfte gelenkiger, keinen Ehemann treuer, keine Miete billiger, kein Job sicherer, keine Kinder klüger. Im Gegenteil, sie verhindern, die Situation richtig zu gewichten und missliche Umstände auszuräumen.

Mit abendlichem „Hallo, Herr Äh- äh- Äh-„ suggeriert die Fernsehwerbung uns ständig, man könne die Gedächtnisleistung mit einer besseren Durchblutung verbessern. Ernstzunehmende Beweise gibt es dafür nicht. Die Unfähigkeit, eine sechsstellige Telefonnummer am Stück einzutippen und der entfallende Name der Großnichte sind weder Grund zur gepflegten Alzheimer-Angst noch ein Zeichen defekter Hirndurchblutung. Es ist eher eine Frage des Trainings: Je weiter wir uns von jenen Zeiten entfernt haben, in denen wir „ Fest gemauert in der Erden...“ ebenso fest in unser Gehirn mauern mussten – mussten! – desto weniger üben wir die Merkfähigkeit. Versuchen Sie, ein neues Gedicht auswendig zu lernen, oder alle Nachrichten der Tagesschau anschließend auf Papier zu bringen. Kreuzworträtsel können das nicht ersetzen.

Neues tun und Neues lernen hilft dann auch, die Schlaflosigkeit“ zu genießen statt sie zu bejammern und sich mit Medikamenten einzulullen.

Allzu oft schlagen wir die Langweile des Rentnerdaseins mit Essen tot. Das nimmt der Stoffwechsel dann übel und eines Tages wird ein Altersdiabetes diagnostiziert. Von einer allzu rigiden Normalisierung der Laborparameter rückt die Medizin derzeit wieder ab, weil sie keinen Gewinn bringt. Man kann nicht oft genug sagen, dass sich mit der medikamentösen Senkung des Blutzuckerspiegels der Zucker ja nicht in Luft auflöst, sondern aus dem Blut in die Zellen verdrängt wird. Nicht mit Metformin, sondern mit dem Speiseplan muss das Problem gelöst werden.

Je älter der Mensch wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich in seinem Körper irgendwo zu „Krebs“ entartete Zellen finden. Je intensiver wir danach fahnden, desto öfter finden wir auch welche. Aber je älter der Mensch ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Zellen ihm nie ernsthaft etwas tun, dass er nicht an ihnen, sondern mit ihnen friedlich an Altersschwäche stirbt.

Nicht jeder Krebs eines alten Menschen muss operiert werden, bestrahlt oder Chemotherapie werden. Ernsthafte Institute rechnen vor, dass der Schaden durch unnötige Übertherapie den Nutzen mancher Vorsorgeuntersuchung wieder auffrisst – oder gar übersteigt.

Wie möchte ich denn alt werden?

Mir schweben da ein paar Beispiele aus meiner Klientel vor: Etwa der 82-Jährige Kieler Kaufmann, der trotz einer Schulterkapselentzündung mit seinem Ruderboot eine Donau-Ruderwanderung unternahm. Oder die 91-jährige ! Verlegerwitwe, die allmorgendlich mit ihrem Schimmel ausreitet. Oder der pensionierte Zollinspektor, der ein Jurastudium begann, mit 81 Jahren zum Doktor promovierte und dann zufrieden starb.

Der Pflichtenkreis oder: etwas Stress muss ein

Auf jeden Fall wünsche ich mir statt der Tablettenschale auf dem Frühstückstisch einen Blumenstrauß und ein freundliches lächeln, ein Stückchen Zweisamkeit, den notwendigen Stress eines Pflichtenkreises – und hin und wieder den Aufruf der Naturazt-Redaktion: „Wann liefern Sie Ihr Manuskript ab?“

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