naturheilverein-darmstadt.de
Mitglied im Deutschen Naturheilbund (DNB)
E-Mail
Infoarchiv
 
Auf dieser Seite finden sie regelmäßig aktuelle Informationen.
 
Hier können Sie nach einem Thema Ihrer Wahl suchen:
 
Suche
 
    
 
Wasser als Heilmittel - Augenguß 14. September 2008
 
In loser Folge werden wir zu Themen wie Güsse, Bäder, Packungen, Wickel berichten.

Die physikalische Therapie, die Krankheiten mit „natürlichen“ Mitteln, wie Wasser, Wärme, Licht, Luft, Massage und Heilgymnastik behandelt, hat in den letzten Jahrzehnten eine stürmische Aufwärtsentwicklung durchgemacht. Durch Ihre Methoden wird der Versuch unternommen, die Natur direkt in den Heilungsprozess mit einzubeziehen. Natürliche Heilmethoden helfen einer zunehmenden Zahl von Menschen, gesund zu bleiben, und ermöglichen chronische Erkrankten und Behinderten ein erträgliches Leben. Wir wollen Ihnen mit diesen Beiträgen einen Wegweiser und zugleich Gebrauchsanleitung für den Umgang mit den Heilmitteln der Natur sein. Ausführlich werden verschiedene Methoden vorgestellt. Besonders das Wasser besitzt eine Fülle von therapeutischen Eigenschaften.

Wasser als Heilmittel - Augenguß (Gesichtsguß) -

Welche Hilfsmittel werden benötigt?

Ausstattung und Hilfsmittel sind identisch mit denen beim Armguß.

Praktische Durchführung

Beachten Sie den Kleiderschutz! Sie legen den Oberkörper wieder weit über die Badewanne, der Wasserstrahl soll lauwarm sein.

Begonnen wird im Bereich der echten Schläfe. Von dort gehen Sie abwärts zum rechten Kinn und wechseln zur linken Schläfe hinüber. Sie führen den schlauch bis zur Stirn und umkreisen diese etwa 4mal.

Als nächstes begießen sie die Nasenwurzel: Von der Nasenwurzel aus wird das rechte Auge 3mal umkreist, dann folgt das linke Auge. Der Wasserschlauch strömt wird beim Gießen so nach oben gehalten, dass das Wasser sanft aus dem Schlauch strömt, insgesamt ist der Wasserstrahl natürlich viel schwächer als bei den anderen Kneippgüssen.

Nun wird die rechte Gesichtshälfte gegossen Reihenfolge: Sie beginnen an der echten Stirnhälfte und führen den Wasserschlauch langsam zum Kinn herunter und wieder zurück zur rechten Stirnhälfte.

Dann folgt die linke Geschichtshlfte. Bitte beachten sie auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung. Das bedeutet: Nicht krampfhaft den Atem anhalten, sondern ruhig und tief weiteratmen. Oder auch mal eine Pause einlegen und den Atemrhythmus kontrollieren.

Zum Abschluss wird das gesamte Gesicht umkreist: Kinn – rechte Seite hoch – Stirn – linke Seite abwärts. Zu guter letzt das Gesicht abtrocknen!

Heilanzeigen.

° geistige Erschöpfung

° Ermüdung der Augen nach Überanstrengung

Hinweis: Auch der Augenguß kann als Wechselguß durchgeführt werden. Nur muss sichergestellt sein, aß die eingestellte Temperatur, also entweder lauwarm oder kalt, eingehalten wird. Das Gesicht ist gegenüber zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen sehr empfindlich.

Die Heilkraft des Wassers: Entlastung für die Gelenke 14. September 2008
 
Körper, Geist und Seele im Einklang. Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Leitgedanken: Alles Bedeutende ist unbequem. J. W. Goethe

Die Heilkraft des Wassers: Entlastung für die Gelenke
Solches Gefäßtraining kommt auch Patienten zugute, die zum Beispiel an entzündlichem Gelenkrheuma, Arthrose oder Rückenbeschwerden leiden

Gefäßtraining: Kalte Güsse stärken das Immunsystem und fördern die Durchblutung „Gut durchblutete Muskeln können ein entzündetes Gelenk entlasten“, sagt Kneipp-Experte Leuchtgens. „Außerdem verbessert sich der Nährstofftransport in den Gelenkknorpel.“

Schmerzpatienten empfinden Kälte häufig als wohltuend: „Der Kältereiz überlagert das Schmerzempfinden“, erklärt Sabine Wilke. Bei akuten Schmerzen und entzündlichen Prozessen empfiehlt die Physiotherapeutin eher Kälte, bei chronischen, degenerativen Beschwerden dagegen Wärme. „Verallgemeinern kann man das jedoch nicht“, betont sie. Therapeut und Patient müssen gemeinsam die beste Lösung finden. Bei der Behandlung von Bewegungseinschränkungen und Gelenkversteifungen machen Physiotherapeuten sich eine weitere Eigenschaft des Wassers zunutze: „Durch die Auftriebskraft und die Wärme im Wasser“, erklärt Wilke, „können sich die Patienten leichter bewegen.“ Der Reibungswiderstand im Bewegungsbad eigne sich zudem gut für Kräftigungsübungen. „Und gegen den Wasserdruck anzuatmen“, sagt die Physiotherapeutin, „trainiert die Atmung.“ Auch bei Störungen des vegetativen Nervensystems lohnt sich ein Versuch mit dem erfrischenden Nass, etwa bei Nervosität, Schlafstörungen oder nervösen Verdauungsstörungen.

„Wenn es gelingt, mit Kneipp-Anwendungen ein besseres Körpergefühl zu bekommen“, sagt Leuchtgens, „wirkt sich das günstig auf das vegetative Nervensystem aus.“

Auch das Immunsystem profitiert:
Was Kneipp „Abhärtung“ nannte, lässt sich heute mit wissenschaftlichen Methoden erfassen. Eine Studie des Kompetenzzentrums für Naturheilverfahren der Universität Jena an Patienten mit chronischer Bronchitis ergab, dass regelmäßige Kaltwassergüsse die Häufigkeit der Infekte senkten und die Zahl der weißen Blutkörperchen um 13 Prozent erhöhten. Kennen Sie auch einen Gesundheitstipp? Schreiben sie uns, vielleicht kann er vielen Menschen nützlich sein und helfen.

info@naturheilverein-darmstadt.de

Samstag, 11.Oktober 2008 10:00 – 14:00 Uhr „Tag der Naturheilkunde“,
Thema; Wasser – unser Leben.
Prof. Matthias Hartmann spricht in einem Dia-Vortrag über den bekannten Wasserforscher Masarie Emoto.

Den Zugang zur Welt wiederfinden“ 14. September 2008
 
Eine Depression kann meist nicht aus eigener Kraft überwunden werden. Es gilt, die Erkrankung anzuerkennen, sich aber auch eindeutig davon zu distanzieren und die Entscheidung zu treffen, die notwendigen schritte in ein normales Leben zu tun.

Viele Menschen, die an einer Depression erkranken, stürzen ohne ersichtlichen Grund in ein inneres „Gefängnis“ aus Kummer und Hoffnungslosigkeit, fühlen sich bei vollem Bewusstsein gelähmt und benötigen während der depressiven Episoden auch für einfache tägliche Verrichtungen große Kraftanstrengungen. Sie empfinden das Leben als eine ferne Welt, zu der sie nur eingeschränkten Zugang haben und fühlen sich verlassen, ungeliebt und von der Umwelt abgeschrieben. Die „Lähmung“ von Gefühlen und Antrieb geht während eines Schubes weit über das willentlich Beeinflussbare hinaus – daher sind Verhaltens- oder Vernunftappelle wie „Kopf hoch“ zum Scheitern verurteilt.

Für Angehörige ist diese Situation nicht weniger schmerzhaft, denn die Betroffenen beantworten deren Verhalten häufig negativ, z. B. „Ich bin ohnehin nur eine Last“ oder „Ich kann Dich nicht ertragen“.

Sie verletzen mitunter ihre Bezugsperson systematisch und vertreiben sie, ohne dies tatsächlich zu wollen.

Depression tritt in allen Abstufungen und häufig unauffällig auf. Oft beginnt die eigentliche Erkrankung mit einem plötzlichen Schub, der mit einem traumatischen Ereignis zusammenfällt, z. B. Trennung, Tod eines Angehörigen, Geburt, Arbeitsplatzverlust, Umzug. Sie wird daher nicht selten als Trauer, Frust oder Überlastung fehlgedeutet.

Was die Ursachen der Depression anbelangt, gibt es nur wenige gesicherte Erkenntnisse. Auffällig ist ein Zusammenhang mit dem „Glückshormon“ Serotonin im Gehirn. Wird dies nicht ausreichend gebildet oder übertragen, steigt das Risiko für Depressionen – daher zielen Antidepressiva auf eine Serotoninsteigerung ab. Wer indessen Schicksale und Behandlungen verfolgt, wird feststellen, dass medikamentöse Antidepressiva bei bestimmten Patienten sehr gut wirken, bei anderen jedoch wirkungslos bleiben oder eine Verschlimmerung herbeiführen.

Zwar zählen Medikamente bei schweren Depressionen noch immer zu den wichtigsten Säulen der Therapie, doch wenn sich der Zustand unter einem Medikament nicht verändert oder gar verschlechtert, sollte dieses abgesetzt werden. Im Vordergrund stehen ebenso Psychotherapie, Ordnungstherapie und Lebenspraxis, welche auf ein eigenständiges, erfülltes Leben und ein Unterbrechen der negativen emotionalen Regelkreise abzielen.

Schritte aus der Depression:

Die ersten schritte in ein „normales“ Leben können sehr mühsam sein, werden jedoch von Tag zu Tag leichter gelingen, wenn insbesondere durch Aktivität der negative Regelkreis von Rückzug und Hilflosigkeit bzw. Vereinsamung unterbrochen wird. Zu den wichtigen Maßnahmen gehören:

° Nicht mehr als 8 Stunden schlafen und liegen pro Tag

° Täglich vor 7 Uhr aufstehen

° Regelmäßiger Tagesrhythmus (schlafen, essen, bewegen, Kontakte), möglichst auch am Wochenende

° Viel frische Luft und Tageslicht, möglichst direkte Sonneneinstrahlung.

° Täglich mindestens eine Stunde intensive Bewegung.

° Kältereize z. B. Wechselduschen, schwimmen, kalte Güsse, kalte Luft.

° Prüfen und ordnen der Beziehungen: Welche Menschen geben, welche nehmen mir Kraft und Lebensfreude? Ist ein normales Lebensmodell möglich/notwendig?

° Verzicht auf Suchtmittel wie Rauchen, Zucker, Tabletten Alkohol oder Fernsehen.

° Kontakte suchen und pflegen, andere nicht vorschnell „verprellen“.

° Depressive Gedanken, Gesten und Worte bereits in der Entstehung erkennen und durch Aktivität durchbrechen.

° Selbsthilfegruppen: Austausch mit Mitbetroffenen (Kontakte z. B. über Krankenkassen oder Sozialbehörde.)

° Sinngebende tägliche aufgaben (z.B. Berufstätigkeit, Praktikum, Nachbarschaftshilfe, Verein, Ehrenamt)


° Bei sekundärer Depression (z.B. durch Trauma, Sucht seelischer Stress, körperliche Erkrankung): gezielte Ursa-
chen-suche und –therapie.

Viele Menschen leiden glücklicher Weise nicht unter dem Vollbild der Depression, sondern einer abgemilderten Variante oder Vorstufe davon: Sie können ihr Leben bewältigen, Aufgaben erfüllen und Beziehungen pflegen – dies alles allerdings nur mit einem gewissen Kraftaufwand, häufigen Enttäuschungen und frustrierenden Konflikten.

Daher sollte gerade hier frühzeitig – therapeutisch oder lebenspraktisch – angesetzt werden, damit es nicht „drinnen regnet, wenn draußen die Sonne scheint“ – sondern im Idealfall umgekehrt.

Seite 39 von 56 «32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  »
Seite:
Positionierungshilfe CONbox²® CMS frank kübler internet + media zurückzurück   Druckversiondrucken  nach obennach obenPositionierungshilfe