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Naturheilverein Darmstadt unterstützt die Bemühungen, das Luftbad Waldwiese bei Kassel zu erhalten 11. November 2006
 
Das in der Bundesrepublik einzigartige und wertvolle Luftbad Waldwiese bei Kassel ist ein wertvolles Dokument in der Zeitgeschichte der großen Naturheilbewegung. Das Ensemble ist vorbildlich eingegrünt und in die Natur des Habichtswaldes eingepasst. Es symbolisiert in geradezu idealer Weise das gesunde und einfache Leben in und mit der Natur, dem sich die Gründerväter und Nachfolgegenerationen mit großem Engagement verschrieben haben.

Das Luftbad Waldwiese ist im gesamten Umfang unbedingt erhaltenswürdig. Die Anlage steht in der direkten Tradition Heinrich Goßmanns, eines bedeutenden Vertreters der Naturheilkunde in Deutschland. Die Anlage hat zudem hohen kulturhistorischen Wert.
Diese Bedeutung wird durch die große Ausstellung "Die Lebensreform" unterstrichen, die vor kurzem im Institut Mathildenhöhe Darmstadt stattfand. In ihr wird der Stellenwert der Lebensformbewegung und der Naturheilvereine deutlich vor Augen geführt.
Der Naturheilverein Darmstadt unterstützt den Erhalt des Gesamtensembles und fordert einen Stop des Abbruchs von acht Lauben und des vom Abbruch gefährdeten Schwimmbassins. Der Hessen-Forst wird aufgefordert, die gesamte Anlage zu erhalten und für alle 16 Hütten eine Vertragsverlängerung zu gewährleisten.

Naturheilverfahren im Spiegel der Medien 11. November 2006
 
Die Berichterstattung über Naturheilverfahren in den Medien hat sich stark gewandelt. Wurde noch Ende der 80er/Anfang der 90er Jahren oft euphorisch berichtet - man denke an viele Artikel in "Bunte" - finden sich heute überwiegend Negativkommentare.

Besonders "Stern" und "Spiegel" haben sich in den letzten Jahren damit hervorgetan, ebenso die Stiftung Warentest. Jüngst veröffentlichte "Bild" eine Serie unter der Rubrik " Die größten Irrtümer des Heilens". Dort erklärte eine Frau Dr. Hoffbauer, Antibiotika seien harmlos und beeinträchtigen nicht das Immunsystem. Fasten dagegen sei gefährlich, es führe zum Abbau von Herzmuskelgewebe (eine falsche, jedes Jahr wiederkäute und längst widerlegte These). Wir erfahren ferner, neueste Studien zeigten, die Unwirksamkeit von Johanniskraut, bei gleichzeitig gefährlichen Nebenwirkungen, gleiches gelte für die Mistel- und Thymustherapie. Und selbstverständlich gäbe es keine Schlacken im Organismus. Süßigkeiten machten nicht dick, sie seien sogar gesund, wenn man sich gleich danach die Zähne putze. Rauwolfia sei eine gefährliche Heilpflanze, die schwere Depressionen auslösen könne (als ob eine depressionsverstärkende Wirkung nicht bei allen Blutdrucksenkern möglich wäre). Man fragt sich in solchen Fällen immer, ob die meist völlig unbekannten "Experten", die plötzlich in aller Munde sind, wirklich existieren.
Sich darüber ärgern? Wir haben es schon lange aufgegeben. Wir müssen feststellen: Naturheilkunde und Schulmedizin reden meist aneinander vorbei, weil sie eine unterschiedliche Sprache sprechen. Offensichtlich wird die Naturheilkunde selbst in den Bereichen kaum anerkannt, die durch wissenschaftliche Studien bereits gut erforscht sind - etwa die Pflanzenheilkunde. Immer wird sich ein spitzfindiger Wissenschaftstheoretiker finden, der diesen Studien mangelnde Aussagekraft und methodische Schwäche vorwirft. Nun wissen wir inzwischen, dass auch eine beträchtliche Zahl schulmedizinischer Studien "unsauber" ist. In einer Umfrage gaben ein Drittel der befragten Wissenschaftler zu, auch schon einmal bei der Studienerstellung "getrickst" zu haben, wobei die Dunkelziffer wahrscheinlich nicht höher liegt.
Die Anhänger naturheilkundlicher Richtungen müssen gleichwohl aufpassen, nicht auf Abwege zu geraten und unnötige Angriffsflächen zu bieten. Auf einem Homöopathiekongreß sollen vor geraumer Zeit "Experten" stundenlang über die Frage gestritten haben, ab wann ein homöopathisches Arzneimittel wirkt. Die einen meisten ab der Einnahme. Andere behaupteten, bereits ab dann, wenn die Arznei auf das Rezept geschrieben wird. Wieder andere gingen noch einen Schritt weiter und bestanden darauf, dass schon der Gedanke an das Homöopathikum die Wirkung aktiviert.......
Wenn Vertreter der Schulmedizin aufgrund einer Statistik oder Vertreter der Alternativmedizin wegen einer Handvoll Einzelfälle, die Wirksamkeit einer Methode mit besonderem Missionseifer herausstellen, glaubt man wie an Prognosen über den künftigen Dollarkurs: Es ist häufig reine Kaffeesatzleserei. Wichtig ist daher, der Naturheilkunde vor allem in ihrer praktischen Erfahrung zum Durchbruch zu verhelfen. Und hier haben wir gute Chancen, denn moderne Zivilisationskrankheiten und damit die Finanzierung des Gesundheitswesens sind langfristig nur mit Hilfe von Ernährungstherapie, Bewegungstherapie und "Stress Management" in den Griff zu bekommen. Diese Naturheilverfahren sind keine Außenseitermethoden, sondern Basis jedweder Medizin - wirksamer als alle modernen Arzneien zusammen.....

Der Mensch stirbt zuerst an den Füßen 11. November 2006
 
Im vollbesetzten Vortragsraum des Storchenschulhauses sprach am letzten Mittwoch Christa Steinmann, Orthopädin und Autorin zu dem sehr interessanten Thema "Der Mensch stirbt zuerst an den Füßen" In ihren sehr natürlich gehaltenen Informationen und Beispielen ging Frau Steinmann besonders auf die vielen Fragen der Besucher ein.

Der menschliche Fuß, seine hochkomplizierte Konstruktion ist geschaffen für freies und federndes Barfußgehen. Nur dann erfüllt der Fuß seine wahrhaft "tragende" Rolle für die ganze Gesundheit. Die Schuhe sollen dem naturgewollten Barfußgehen so nahe wie möglich sein. Eine Wohltat für Muskeln, Durchblutung, Gelenke und Wirbelsäule - bis hinauf zu den Nacken. Der Schuh soll Zehenfreiheit besitzen, Schuhe nach konsequentem Naturkonzept sind wie eine Kur für Körper und Seele.
Hier fühlt man sich fit, entspannt und unternehmungslustig. Vergessen Sie Druckstellen sagte Frau Steinmann und Wasserblasen. Oft werden sogar Knie- und Rückenschmerzen, Kopfweh und viele andere Beschwerden durch nicht fußgerechte Schuhe ausgelöst. In der Presse klagen Mediziner darüber, dass Fußprobleme meist nur zum Teil auf krankhafte Veränderungen wie Senk- oder Spreizfüße zurückzuführen sind.
Oft sind diese Probleme hausgemacht. Jeder zweite Bundesbürger hat Probleme mit den Füßen - wo aber wird über dieses Problem gesprochen. Frau Steinmann musste nach Ende der Veranstaltung noch viele persönliche Fragen beantworten.

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