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Die Vogelgrippe-Inszenierung - Hitchcocks Hühner 11. November 2006
 
Die Welt ist in Sorge. Munkeln doch Minister und Wissenschaftler von einem Geflügel-Virus namens H5N1, das "möglicherweise" zu einer globalen Katastrophe führen wird. Man spricht von "möglicherweise" 150 Millionen Toten, einer Pandemie - einer weltweiten Epidemie.

Menschen kaufen sich Grippemittel und Staubmasken, flüchten vor Tauben: Kürzlich musste die Polizei einen Hausbewohner vor einer Taube retten. Es ist die Sternstunde der Infektionsexperten, aber auch der Gesundheitspolitiker von EU und Weltgesundheitsorganisation WHO - und natürlich vom Schweizer Konzern Roche, der allein mit dem Verkauf des Virenmedikaments Tamiflu im ersten Halbjahr 2005 schon über 370 Millionen Euro Umsatz einspielte, ohne dass das Mittel vermutlich auch nur einmal gegen die Vogelgrippe eingesetzt worden wäre. Die trat nämlich nur bei Geflügelhaltern mit schlechten hygienischen Bedingungen auf.
Eigentlich müsste jeder Wissenschaftler auf Anfragen antworten, dass das Vogelgrippe-Virus für die Menschheit nicht harmloser oder gefährlicher sei als unzählige andere Viren, die seit Jahrhunderten von Tieren auf Menschen übertragen werden, von Gelbfieber bis Tollwut, von Gengue bis Geflügelpest ( zu der auch die Vogelgrippe zählt). Doch die Versuchung ist groß, sich und sein Budget im Rampenlicht etwas zu erhöhen und zu spekulieren. Da spricht man schon mal von weltweiten Seuchen, Todesopfern, Impfungen und auch der jährlichen Influenza-Grippewelle, die mit der Vogelgrippe nicht das geringste zu tun hat. Auch die spanische Grippe 1918 wird erwähnt, die mit 40 Millionen mehr Todesopfer forderte als der gleichzeitig stattfindende erste Weltkrieg. Meist wird jedoch verschwiegen, dass wir mit den schlimmsten Pandemien der Menschheitsgeschichte bereits leben: HIV, Tuberkulose, und Malaria. Jedes Jahr sterben daran über sechs Millionen Menschen.
Einen vernünftigen Grund, vor einer Vogelgrippe-Pandemie zu warnen gibt es bislang jedoch nicht: Jeder Virus kann von einer Tierkrankheit zum globalen Koller mutieren, aber die Wahrscheinlichkeit ist beim H5N1-Virus nicht größer als bei anderen Tierkrankheiten auch, zumal einiges gegen die Vogelgrippe-Gefahr spricht:
° Die Zugvögel ziehen im Winter von Deutschland in die betroffenen asiatischen Gebiete und nicht umgekehrt. Sie kehren erst im Frühjahr zurück. Dann würden sie mit einer Vogelgrippe diese Strecke allerdings nicht überstehen. Unser Geflügel ist gefährdet - jedoch vielmehr durch verunreinigtes Futter und illegale Vogelimporte.
° Weltweit haben sich über 100 Millionen Hühner, Enten und Gänse mit dem H5N1-Virus infiziert, jedoch nur etwa 120 Menschen (davon ist die Hälfte verstorben). Das bedeutet, dass das Virus nur extrem schwer und selten übertragen wird.
° Die Vogelgrippe wurde bislang noch nie von Mensch zu Mensch übertragen, und es gibt auch keinen Grund, dies für sehr wahrscheinlich zu halten.
° Das H5N1-Virus wurde bereits 1961 in Seeschwalben gefunden und hat schon 1997/1998 und 2002/2003 zu Infektionen bei Geflügelhaltern in Asien geführt.
° Fleisch und Eier infizierter Tiere sind bislang frei vin Viren. Nach einem Erhitzen besteht keine Gefahr mehr.
Im Internet werden indes fleißig Virenmedikamente, Atemmasken, Stallnetze für Vögel, aber auch Aloe-Vera-Preperate, Virenzapper und Eigenbluttherapie gegen Vogelgrippe verkauft. Nachdem "Ebay" - reichlich spät - Virenmedikamente aus dem Angebot genommen hat, nimmt man es dort humoristische: Neben Vogelgrippe-T-Shirts und Feuerzeugen, sind Gummihühner, Weihnachts-"Vogelgrippen" und "Plazebos" gegen Vogelgrippe" erhältlich.
Deutsche Behörden folgen der weltweiten Panik und Forschungseuphorie nicht und versichern, dass weder Reiserücktritte, noch Ernährungsumstellung, Meidung von Vögeln oder individuelle Vorsorgemaßnahmen notwendig seien. Leider schließen sich viele Medien dem nicht an, den Entwarnungen verkaufen sich nicht.
Virenforscher und Pharmahersteller erhalten durch die allgemeine Besorgnis milliardenschweren Auftrieb. Ab spätestens Frühjahr 2006 soll ein Vogelgrippen-Impfstoff für den Menschen weltweit verfügbar sein - und dies, obwohl es noch gar keine "Menschenvogelgrippe" gibt. Nur wenige fragen sich dabei, welche Gefahr eigentlich die Virenforscher selbst darstellen, jene Mediziner und Biologen, die in ihren Labors Viren gentechnisch herstellen können, Pockenviren am Leben erhalten und kürzlich das tödliche Grippenvirus von 1918 aus einer gefrorenen Eskimofrau vollständig rekonstruiert und die "Bauanleitung" veröffentlicht - rein zu Forschungszwecken, natürlich.
Die Spanne zwischen Virenforschung und Virenproduktion, zwischen Wissenschaft und Terror ist winzig klein geworden. Und was hindert daran, das Geflügelvirus im Labor zu einem Menschenvirus umzubauen -natürlich nur, um rechtzeitig einen Impfstoff zu entwickeln, Vorsorgemaßnahmen zu treffen und die Menschen zu schützen?
Für unser Geflügel ist die Vogelgrippe hingegen tatsächlich eine Katastrophe. Bei Infektionsverdacht wird der gesamte Bestand eines Betriebes geschlachtet. Hühner, Enten und Gänse dürfen nicht mehr ins Freiland und töten sich gegenseitig auf engstem Raum. Ein anderes Problem wird auch deutlich: Mit Tausenden zusammengepferchten Tieren sind Infektionen vorprogrammiert. Ein Vorteil hat der ganze Wirrwarr. Etwas kratzt an unserer Illusion der Unverletzlichkeit und Planbarkeit. Vielleicht wird uns auch bewusst, wie sträflich schlecht wir unsere Tiere halten und füttern und welchen Preis wir für die ausufernde Mobilität von Menschen und Gütern zahlen könnten.

Die Wirkung von Homöopathie ist Einbildung! 11. November 2006
 
Viele von uns haben in der Vergangenheit gut, vielleicht sogar sehr gute Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht. Weltweit erlebten Millionen von Menschen Heilungserfolge mit den potenzierten Arzneimitteln. Tausende von Ärzten und Therapeuten beobachten tagtäglich wie Menschen durch diese Behandlungsform gesunden.

Das gleiche gilt für die Heilmethode nach Dr. Schüssler. Seine homöopathische dosierte Mineraltherapie hat sich in zahllosen Fällen bewährt.
Nun der Schock. Eine groß angelegte Medienkampagne der Stiftung Warentest und mehreren "medizinischen Aufklärungsbücher" führt Krieg gegen die sanfte Medizin, gegen die meisten naturheilkundlichen Therapien. "Die Wirkung von Homöopathie ist Einbildung" beweist eine medizinische Studie.
Da lachen nicht nur die Hühner. Da wiehern die Pferde, da jaulen die Hunde und da zwitschern sogar die Vogel. Man attestiert somit nämlich auch sämtlichen Tieren die Fähigkeit sich Linderung von Schmerzen und Heilung durch Homöopathie einzubilden. Dies ist dann in der Tat die größte medizinische Sensation der Neuzeit.
Es gibt für uns vernünftig denkende Menschen keinerlei Grund sich aufzuregen. Betrachten wir lieber die Zielsetzung und die wahren Hintergründe dieser total abgehobenen Aktion. In den Vorstandsetagen der Versicherer kennt man diese und freut sich nun sehr, die Erstattungen der Leistungen für naturheilkundliche Therapien wegen erwiesener Unwirksamkeit streichen zu können.
Durch Gespräche und Erkenntnisse stellt man eine sehr hohe Zunahme von versteckten Ängsten - Existenzangst, Zukunftsangst und allgemeine Verunsicherung fest. Die wirtschaftliche und politische Verunsicherung schlägt wunden in die Seelen der Bürger unseres Landes. Der innere Halt der Menschen geht parallel zu den ethnischen Normen immer mehr verloren.
Der Verlust christlicher Werte begünstigt diesen Prozess. In wenigen Wochen feiern wir das Fest der Liebe. Die Häuser und Straßen werden von Jahr zu Jahr schöner geschmückt mit unzähligen strahlenden Lichtern. Wie steht es aber mit unserem inneren Licht.
Wo sich Liebe zum nächsten entwickeln kann scheint es heller. Wo neue Hoffnung aufkeimt dringt es nach außen. Wo man göttliche Liebe neu schätzen lernt durchdringt es auch tiefdunkle Räume der Seele. Wir wünschen allen Bürgern eine besinnliche Adventzeit.

Naturheilkunde - alles Humbug? 11. November 2006
 
Einige Medien und Wissenschaftler entwarfen zuletzt ein Zerrbild der Naturheilkunde: Als ob es dabei um Wundermittel ginge, die in eine Art Hexenküche gebraut werden - und die Wirkung letztlich "Glaubenssache" ist.

Es war fast eine Kampagne, die da in den letzten Wochen gegen die Naturheilkunde veranstaltet wurde. Ging es zuerst nur um die angebliche Unwirksamkeit der Homöopathie, so wurden bald darauf alle möglichen Verfahren in einen Topf geworfen und mit dem Warnhinweis "wissenschaftlich unhaltbar" versehen. Aber wer ist eigentlich Experte in der Medizin? Gedanken und Geständnisse eines Praktikers.
Ende August veröffentlichte die englische Fachzeitschrift "Lancet" einen Artikel über das "Ende der Homöopathie". Dazu muss man wissen: Der Lancet gilt in Medizinerkreisen als eine Art "Prawda", jene Parteizeitung namens "Wahrheit" in der ehemaligen Sowjetunion: Was im Lancet geäußert wird, beten diverse, sich wissenschaftlich nennende Mediziner mitunter willenlos ergeben und unkritisch nach.
Wie kam diese Zeitschrift zu ihrer Auffassung über Homöopathie? Man hatte 110 Studien zur Wirksamkeit der Homöopathie analysiert. Im Rahmen dieser Studien hatte sich überraschenderweise herausgestellt, dass die genannten homöopathischen Verfahren ähnlich wirksam waren, wie vergleichbare Schulmedizinische Verfahren! Von diesen 110 Studien hat man wiederum acht Studien, die als methodologisch besonders hochwertig erachtet wurden, gesondert betrachtet. Diese Studien zeigten, zwar eine geringere Wirksamkeit der Homöopathie im Vergleich zur Schulmedizin, aber immer noch eine bessere als ein "Placebo", also ein Scheinmedikament. Wie man aus dieser Erkenntnis ableiten kann, Homöopathie sei unwirksam, ist schleierhaft. Doch das interessiert ja jene nicht, die das Ergebnis schon vorher "wussten". Und die Medien griffen das Thema sowie die falsche Schlussfolgerung begierig auf und berichteten über die Unwirksamkeit der Homöopathie und spitzten weiter zu. Bald hatte man das Gefühl, die Homöopathie sei in der Nähe hochgefährlicher Therapierichtungen gerückt.
In dieser Stimmung wurden die nächsten Horrornachrichten über naturheilkundliche Verfahren platziert:
•In der Bild-Zeitung schrieb Gabi Hoffbauer, eine Internistin aus München, über die größten Irrtümer der Medizin, davon sind gleich eine ganze Reihe angebliche Irrtümer der Naturheilkunde.
•° Die "Stiftung Warentest" hat unter dem Stichwort "Die andere Medizin" alternative Heilmethoden "für Sie bewertet". Es handelt sich um die 5. Auflage eines Klassikers vom Anfang der 90er Jahre, nur: Jetzt sei die Prüfung der Methoden viel wissenschaftlicher, und daher "fast alles anders".

Betrachten wir einmal näher einige dieser "Experten" - Äußerungen zur naturheilkundlichen Denkansätzen und Behandlungsverfahren: immer wieder wird mit Genüsslichkeit der Begriff der "Schlacken", mit denen die Naturheilkunde häufig argumentiert, aufgegriffen. Selbstverständlich gäbe es im Organismus keine Schlacke, und Verfahren, die diese angeblich ausleiten sollten, wie beispielsweise Heilfasten, seien unwirksam oder gar gefährlich. Man kann dem entgegenhalten, dass der Begriff "Schlacken" eine umgangssprachliche Beschreibung für Stoffwechselprodukte darstellt. Sie gibt es wohl reichlich im Organismus und wenn diese nicht entsprechend ausgeleitet werden, geht er daran zugrunde. Umgekehrt lehrt die praktische Erfahrung wie effektiv Maßnahmen der "Entschlackung" bei vielen Krankheiten und Beschwerden helfen, und ob nun der Begriff nur bildlich zu verstehen ist, spielt dabei keine Rolle. Bei Gabi Hofbauer ist auch zu lesen, wie wertvoll doch Fleisch sei. Der tollste Satz von der Münchner Internistin zum Thema Ernährung lautet aber: "Was schmeckt ist gesund" - und alle Verrenkungen, die in den letzten Jahren wegen gesunder Ernährung unternommen wurden, hätten letztendlich nur die Menschen unglücklich gemacht und seien verantwortlich für Magersucht und Bulimie. Hier wird sicherlich einiges durcheinander gebracht, denn Magersucht und Bulimie haben vor allem psychosomatische Hintergründe, häufig familiäre Konflikte. Wie "treffsicher" der Spruch "was schmeckt, ist gesund" in Wirklichkeit ist, lässt sich täglich auf unseren Straßen besichtigen: Durch den einfachen Zugang zu fetten und zuckerreichen Nahrungsmitteln, kann der moderne Mensch ständig essen, was ihm schmeckt. Die Folge: Zivilisationskrankheiten, die unser Gesundheitswesen unfinanzierbar machen. Das Thema wird in zwei weiteren Beiträgen fortgesetzt. (Die Wirkung von Homöopathie ist Einbildung!)

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