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Demenz-Gibt es Hilfen und Möglichkeiten? 05. Juli 2007
 
Vortrag mit Martina Müller, exam. Krankenschwester, Leitung des Pflegedienstes Heymanns-Schneider, Münster spricht am Mittwoch, 20. Juni um 20 Uhr im Storchenschulhaus Münster zu dem Thema „Demenz“

Die Menschen in Deutschland werden immer älter, somit nehmen auch die Gebrechen zu. Demenz in verschiedenen Formen ist eine zunehmende Alterserkrankung. Wie gehe ich damit um? Mein Ehepartner, meine Kinder? Gibt es Hilfen und Möglichkeiten?

Im Vorfeld einer Demenz sind oft psychische Störungen zu beobachten, die häufig kaum von denen einer Depression unterschieden werden können, wie zum Beispiel Verlust von Interessen und Eigeninitiative, Reizbarkeit, Gefühl der Überforderung, Verlust der affektiven Schwingungsfähigkeit, depressive Verstimmungen.

Leitsymptom aller Demenz-Erkrankungen ist die Störung des Gedächtnisses, vor allem des Kurzzeitgedächtnis. Die Vergesslichkeit ist zunächst etwas Normales. Oft ist zumindest in den Anfangsstadien die äußere Fassade dabei gut erhalten, so dass die Gedächtnisstörungen im oberflächlichen Kontakt sehr gut überspielt werden können. Dies gelingt besonders gut den Menschen, die ihr Leben lang viele soziale Kontakte hatten - der verbindliche Umgangston ersetzt streckenweise den Inhalt der Botschaft.

Später verlieren sich länger zurück liegende Gedächtnisinhalte. Wenn die Demenz fortschreitet, treten auch andere Störungen der Hirnfunktion hinzu, wie zum Beispiel Wortfindungsstörungen, Rechenstörungen und Störungen der Raumwahrnehmung, so dass sich die Betroffenen häufig verlaufen, besonders wenn in der ihnen über Jahrzehnte geläufigen Umgebung bauliche Veränderungen stattfinden.

Demenz-Kranke verlieren ihre Eigeninitiative. Sie vernachlässigen ihre früheren Hobbys, ihre Körperpflege und das Aufräumen ihrer Wohnung. Schließlich sind sie nicht mehr in der Lage, sich ausreichend zu ernähren. Sie haben keinen Antrieb zum Essen, verlieren das Hungergefühl und vergessen schließlich, die Nahrung zu kauen und herunter zu schlucken. Sie magern ab und werden anfällig für internistische Erkrankungen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung. Auch motorische Störungen gehören meist zum Bild einer fortgeschrittenen Demenz, wenn es sich nicht um eine Demenz-Erkrankung handelt, die mit motorischen Störungen beginnt, wie zum Beispiel das Parkinson-Syndrom. Die Patienten werden zunehmend steif am ganzen Körper. Ihr Gang wird kleinschrittig, schlurfend und breitbeinig. Sie sind fallgefährdet, auch weil es zu einer Störung der Haltereflexe kommt.

Wahnhafte Störungen können bei allen Demenzformen auftreten. Es handelt sich vor allem um optische Halluzinationen. Typischerweise sehen die Betroffenen zunächst vor allem im Zwielicht der Dämmerung nicht anwesende Personen, mit denen sie mitunter sogar Gespräche führen. Die Patienten können sich in diesem Stadium meist von ihren Halluzinationen distanzieren, das heißt sie wissen, dass die Personen, mit denen sie sprechen, nicht anwesend sind. Später sehen sie Tiere oder Fabelwesen, Muster an den Wänden, Staubfussel. Schließlich erleben sie groteske, meist bedrohliche Dinge, zum Beispiel Entführungen. Diese szenischen Halluzinationen sind in der Regel sehr angstgefärbt. Die Patienten werden nicht selten aggressiv, wenn sie die sich in besten Absichten nähernden Angehörigen und Pflegenden in ihr Wahnsystem einbauen. Hier sind die Übergänge zum fließend.

Verschiebungen im Tag-Nacht-Rhythmus können erhebliche pflegerische Probleme bereiten.

Im weit fortgeschrittenen Stadium erkennen die Betroffenen schließlich nicht einmal ihre engsten Angehörigen wieder. Sie werden völlig apathisch, bettlägerig und inkontinent.

Die Demenz schränkt die Lebenserwartung ein. Die Demenz selbst ist aber nicht Todesursache, sondern die durch die Demenz begünstigten Erkrankungen.

Geistige Altersvorsorge - Was Wissenschaftler raten-Fortsetzung 05. Juli 2007
 
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Fortsetzung: Sozial Aktiv bleiben

Altersmediziner aus Stockholm beobachten, dass Vereinsamung die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung um 60 % erhöht. Die Forscher empfehlen daher, Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen. In anderen Studien profitierten Senioren die an Gruppenreisen und gemeinsamen Theaterbesuchen teilnahmen. Selbst wenn es bereits zu einer Alzheimer-Krankheit gekommen ist, hat ein dichtes soziales Netzwerk offenbar Vorteile: Neurobiologen haben beobachtet, dass gesellige Patienten auch im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit geistig Leistungsfähiger bleiben als Kranke, die vereinsamt waren.

Mehr bewegen. Wer zumindest dreimal pro Woche 15 Minuten lang sportlich aktiv ist, hat ein geringeres Risiko an Alzheimer zu erkranken – auch, wenn ein genetisches Risiko dafür vorliegt. Altersforscher berichten, dass spazieren gehen die Anzahl grauer Zellen im Gehirn erhöht. Zudem erzielten die trainierten Senioren bei Konzentrationsaufgaben bessere Ergebnisse.

Fisch und Gemüse essen. Regelmäßig Fischkonsum verlangsamt einer langfristigen Studie zufolge den Rückgang kognitiver Fähigkeiten. Der geistige Verfall jener 3718 Studienteilnehmer, die einmal oder mehrmals pro Woche Fisch aßen, war demnach jährlich um 13 Prozent geringer als bei jenen Probanten, die selten Fisch aßen. Dieselbe Forschungsgruppe hatte zuvor berichtet, dass die in Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren Das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung reduzieren. Auch er Genuss von Obst und Gemüse wirkt sich positiv auf das Gedächtnis von Senioren aus. Generell scheint die Kost, die viel Gemüse enthält, den geistigen Verfall zu verlangsamen.

Stress reduzieren. Schon seit den 80e Jahren ist bekannt, dass bei Stressbelastungen Nervenzellen im Hipocampus absterben können. Wissenschaftler empfehlen daher, Entspannungstechniken zu erlernen.

Schlafqualität erhöhen. Einige Studie belegen, dass Schlafstörungen, wie sie bei älteren Menschen häufig vorkommen die mentale Leistungsfähigkeit beeinflussen. Viele Schlafmittel, die zur Behandlung von Schlaflosigkeit verschrieben werden, haben negative Einflüsse auf die kognitive Leistungsfähigkeit.

Medizinische Probleme behandeln lassen. In zahlreichen Studien konnte belegt werden, dass Bluthochdruck, Diabetes, und Depressionen das Risiko für Demenzerkrankungen erhöhen. Depressionen sind bereits der häufigste Grund für kognitive Beeinträchtigungen im Alter. Diese Krankheiten sollten daher unbedingt ärztlich behandelt werden.

Geistige Altersvorsorge - Was Wissenschaftler raten 05. Juli 2007
 
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Die Vorstellung, im Alter geistig abzubauen oder gar an einer Demenz zu erkranken, ist für viele ein Alptraum. Doch Howard Filit vom New Yorker Institut für Altersforschung beruhigt: „Der Verlust geistiger Fähigkeiten ist keine zwingende Begleiterscheinung des Alterns.“ Der Gerontologe ist der Ansicht, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens kognitive Rücklagen auf seinem „Gehirnkonto“ bilden könne: „ Wer versucht, seine Rücklagen zu erhöhen, kann auch im Alter geistig fit bleiben.“ Unternehme man hingegen nichts, würde dieses Kapital nach und nach abnehmen. Der Grund: Im Alter sterben vermehrt Nervenzellen im Gehirn ab. Daher nahmen Wissenschaftler früher an, dass das Gehirn mit der Zeit die Fähigkeit zum Lernen verliert. Heute gilt hingegen, als gesichert, dass auch im Gehirn von Senioren neue Nervenzellen entstehen können – auch ältere Menschen sind dazu in der Lage, ihr „Hirn – Konto“ laufend aufzufüllen und somit dem schleichenden geistigen Verfall Einhalt zu gebieten.

Mit welchen Mitteln das am besten zu bewerkstelligen ist, gibt jedoch Anlass zu heftigen Debatten unter Hirnforschern. Während einige Spezialisten Computerprogramme für Hirntraining bevorzugen, legen andere Forscher den Schwerpunk auf Veränderung im Lebensstil. Sieben Maßnahmen gelten jedoch als gesichert und werden von den meisten Wissenschaftlern empfohlen. „Je früher diese Punkte berücksichtigt werden, desto höher liegen die Chancen für eine gehobene Lebensqualität im Alter“, sagt der Gehirnforscher Siegfried Lehrl von der Universität Erlangen. Dabei ist es entscheidend, möglichst vielen der folgenden Empfehlungen nachzukommen.

Intellektuelle Herausforderung suchen.

Das Gehirn zu fordern ist die näherliegende Methode, um geistig fit zu bleiben – doch ihre Wirkung ist höchst umstritten. Dennoch boomen Trainingsbücher und Computerspiele mit Kreuzworträtseln und Sudoku – Puzzles. Der Unterhaltungsriese Nintendo etwa verkauft in Europa jede Woche 60 000 Stück seiner Software „ Dr. Kawasima Gehirn – Jogging. Auch manche Wissenschaftler werben für Denksport. Statt Kreuzworträtseln zu lösen, schlagen Neurologen alltagsnähere Aktivitäten vor, wie Zeitungslesen, Brett- und Katenspielen oder ein Musikinstrument spielen. Auch Fremdsprachen zu erlernen und sich an anregenden Diskussionen zu beteiligen scheint sich positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit im Alter auszuwirken.

Einig sind die Wissenschaftler jedoch, dass Fernsehen nicht zu den empfohlenen Aktivitäten gehört: Eine veröffentlichte Studie zeigt sogar, dass das Risiko an Alzheimer zu erkranken mit jeder Stunde, die man am Durchschnitt pro Tag vor dem Fernseher verbringt, um den Faktor 1,3 ansteigt. Fortsetzung folgt.

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Quelle: naturheilverein-darmstadt.de
Stand: 29.09.21 um 04:44 Uhr