Infoarchiv
 
Auf dieser Seite finden sie regelmäßig aktuelle Informationen.
 
Hier können Sie nach einem Thema Ihrer Wahl suchen:
 
Suche
 
    
 
Geben ist seliger denn Nehmen 28. Januar 2007
 
In Kapitel 19 seines kürzlich erschienen Buches „Vom Sinn des Lebens“ stellt der renommierte Hirnforscher und Psychiater Professor Manfred Spitzer eine Studie zu diesem Thema vor.
Es geht um die Frage, was stärker lebensverlängernd wirkt:
Das Annehmen von Hilfen und Zuwendung, oder der aktive Dienst am Mitmenschen.

Dazu wurden vom Institut für Sozialforschung der Universität von Michigan 423 ältere Paare untersucht. Professor Spitzer vergleicht den in dieser Studie festgestellten Überlebenseffekt mit der Einnahme von Aspirin, von dem in Studien zweifelsfrei ein lebensverlängernder Effekt bei Herz-Kreislauf- Erkrankungen nachgewiesen wurde.

„Das aktive Helfen hat gesamtgesundheitliche Auswirkungen, die weit über die Hilfe hinaus gehen. Die Helfenden leben länger! ...

Der statistischen Auswertung der Studie ist zu entnehmen, dass nur eine von zehn Formen des Annehmens von Hilfe einen positiven Effekt auf Ihr Überleben hat. ... Sieben von zehn der statistisch ausgewerteten Formen des (aktiven, Anm.) Helfens haben einen signifikant positiven Effekt auf das Überleben. ...Wenn jemand Ihnen zuhört, ist das doppelt so gut wie Aspirin. Einem anderen Menschen jedoch zu helfen, hat im Vergleich zur Einnahme von Aspirin etwa den 5-fachen positiven Effekt auf ihr Überleben. Die Sterblichkeit nahm sogar zu, wenn der Einzelne durch Instrumente oder medizinische Hilfsmittel gut versorgt wurde.
Sozialkontakte bieten auch nur dann einen Überlebensvorteil, wenn man Unterstützung gibt, nicht, wenn man sie erhält.

Geben ist also wirklich seliger denn Nehmen.

Rein rechnerisch könnte man durch Ehrenämter die Streichung einer ganzen Reihe von Langzeitmedikationen ausgleichen. Das sparte nicht nur Milliarden an Gesundheitskosten, sondern brächte zusätzliche Lebensqualität für diejenigen, denen geholfen wird. In diesen wenigen Zeilen ist ein ganz wesentliches Prinzip der Heilung dargelegt, aber auch im Umkehrschluss ein wesentliches Prinzip des Krankwerdens.
Gesund bleiben und gesund werden dadurch, dass wir für unsere Mitmenschen da sind. Dass wir ihnen zuhören, ihnen helfen, uns darüber Gedanken machen und dafür sorgen, dass es unserem uns Mitmenschen besser geht. Demgegenüber könnte Krankwerden auch bedeuten, dass wir diese Aspekte mehr und mehr aus den Augen verloren haben. Dass wir der Ansicht sind, uns stünde etwas zu und wir hätten ein Recht auf bestimmte Dinge, z.B. dass uns jemand zuhört, dass uns jemand hilft, achtet, schätzt u.s.w. Wird dies enttäuscht, kommt es zu Verbitterung, Neid, Hass, Feindschaft u.v.m. Aber selbst wenn man uns diese Dinge entgegen bringt, haben sie doch keine wirkliche Bedeutung und keinerlei gesundheitlichen Nutzen, wie diese Studie zeigt. Einzig wirklich von Bedeutung ist, was wir für andere tun.
Das hat ganz entscheidende Bedeutung für die Heilung, aber auch für die Prävention. Heilung ist letztlich nur dann möglich, wenn wir unsere Haltung im Leben verändern. Wenn wir lernen, von uns weg zu denken und uns dafür einzusetzen und so zu leben, dass es unseren Mitmenschen, ja der ganzen Schöpfung um uns herum, besser, ja gut geht. So zu leben ist die beste Prävention, auch wenn wir noch nicht erkrankt sind. Und es brächte nicht nur zusätzliche Lebensqualität für diejenigen, denen geholfen wird, sondern auch für diejenigen, die selbstlos helfen. „Was Du willst, dass man Dir tu´, das tue Du zuerst.“ und „Was Du nicht willst, dass man Dir tu`, das füg auch keinem anderen zu“. Die Goldene Regel der Bergpredigt wird so zu unserem besten Therapie- und Heilmittel. Und die vielleicht einzige Option zur Lösung unseres Kostenproblems im Gesundheitswesen.

Mitbestimmung im Gesundheitswesen 11. November 2006
 
Endlich wirkliche Wahlfreiheit bei den gesetzlichen Krankenkassenleistungen für alle Bürger fordert der Deutsche Naturheilbund (DNB) von der Politik.

Mit der Aktion "Mitbestimmung im Gesundheitswesen" unterstreicht die 20.000 Mitglieder starke Organisation ihren Ruf nach einer tiefgreifenden Strukturreform des deutschen Gesundheitswesens, insbesondere der gesetzlichen Krankenkassen. Hierin sieht der DNB den Ausgangspunkt jeglicher Aktivität zur Verbesserung der Situation.
Statt ständig zur Kasse zu bitten und gleichzeitig die Leistungen einzuschränken, sollen Bürger endlich die Möglichkeit haben, Krankenversicherungsleistungen individuell zusammenzustellen und so aktiv im Gesundheitswesen mitzubestimmen.
Ganz vorne im Forderungskatalog des DNB steht die Aufteilung in Pflicht- und Wahlleistungen. So sollen Patienten gesetzlicher Krankenkassen neben der Pflichtversicherung, die z.B. Akutkrankenhausaufenthalte oder schwere chronische Erkrankungen abdeckt, aus einem breiten Spektrum an Wahlleistungen ein persönlichen Mix zusammenstellen, der u. a. Selbstbeteiligung oder naturheilkundliche Behandlungen beinhalten kann. Damit so Dr. med. Rainer Matejka, Präsident des Deutschen Naturheilbundes, stärke man nicht nur die Eigeninitiative des Bürgers sondern sorge für Kostentransparenz und wirtschaftlicheres Arbeiten der Leistungsträger.
Wer gesund lebt, soll auch dafür belohnt werden, fordert der Deutsche Naturheilbund im Rahmen seiner Aktion "Mitbestimmung im Gesundheitswesen".
Einzelheiten sowie detaillierte Forderungen sind im Internet unter www.naturheilbund.de nachzulesen.

Naturheilverein Darmstadt unterstützt die Bemühungen, das Luftbad Waldwiese bei Kassel zu erhalten 11. November 2006
 
Das in der Bundesrepublik einzigartige und wertvolle Luftbad Waldwiese bei Kassel ist ein wertvolles Dokument in der Zeitgeschichte der großen Naturheilbewegung. Das Ensemble ist vorbildlich eingegrünt und in die Natur des Habichtswaldes eingepasst. Es symbolisiert in geradezu idealer Weise das gesunde und einfache Leben in und mit der Natur, dem sich die Gründerväter und Nachfolgegenerationen mit großem Engagement verschrieben haben.

Das Luftbad Waldwiese ist im gesamten Umfang unbedingt erhaltenswürdig. Die Anlage steht in der direkten Tradition Heinrich Goßmanns, eines bedeutenden Vertreters der Naturheilkunde in Deutschland. Die Anlage hat zudem hohen kulturhistorischen Wert.
Diese Bedeutung wird durch die große Ausstellung "Die Lebensreform" unterstrichen, die vor kurzem im Institut Mathildenhöhe Darmstadt stattfand. In ihr wird der Stellenwert der Lebensformbewegung und der Naturheilvereine deutlich vor Augen geführt.
Der Naturheilverein Darmstadt unterstützt den Erhalt des Gesamtensembles und fordert einen Stop des Abbruchs von acht Lauben und des vom Abbruch gefährdeten Schwimmbassins. Der Hessen-Forst wird aufgefordert, die gesamte Anlage zu erhalten und für alle 16 Hütten eine Vertragsverlängerung zu gewährleisten.

Seite 44 von 56 «37  38  39  40  41  42  43  44  45  46  47  48  49  50  51  »
Seite:


Quelle: naturheilverein-darmstadt.de
Stand: 04.08.21 um 15:43 Uhr