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Die Macht der Gefühle 28. November 2008
 
Na!-türlich informiert......

"Körper, Geist und Seele im Einklang"

Leitgedanken: Wir loben die gute alte Zeit, leben aber gerne in der Gegenwart. Ovid

Die Macht der Gefühle. Liebe, Wut, Trauer Emotionen beherrschen unser Leben. Dafür können wir ihnen mehr als dankbar sein.

Sie können uns ganz und gar überwältigen, und sie begleiten uns vom ersten bis zum letzten Atemzug: Gefühle wie Freude und Liebe – und ihre unbeliebten, aber wichtigen Mitspieler wie Wut und Angst. Dass ältere Menschen sie schwächer empfinden als jüngere, hält der der Kölner Diplom-Psychologe Peter Groß für ein Gerücht: "Die Intensität unseres Erlebens ändert sich nie. Auch im hohen Alter kann man sich noch verlieben wie ein Teenager."

Freude "Glück zeigt sich in kleinen Momenten, im Stillstand der Zeit"

Verweile doch, du bist so schön, steht schon im "Faust". Aber leider ist es mit der Freude wie mit einem Schmetterling. Kaum kommt er vorbeigeflattert, ist er auch schon wieder weg.

Ganze Forschungszweige beschäftigen sich mit Freude und Glück, versuchen heraus zu finden, was sie herbeiführt und zum Bleiben bewegt. Ein Faktor könnte das Alter sein. So geben betagtere Menschen in Umfragen an, glücklicher zu sein als in ihrer Jugend, weil sie dem Leben gegenüber gelassener seien. Wissenschaftler wissen inzwischen auch: jeder Mensch besitzt ein persönliches Glücksniveau, das mindestens zur Hälfte ererbt ist.

Freude zeigt sich, wenn wir den Sonnenuntergang betrachten oder endlich wieder die Kinder oder Enkel sehen. Aber langfristig pendelt sie sich immer wieder auf unseren persönlichen Normalwert ein. Eine Studie in den USA stellte unlängst trocken fest: Lottogewinner sind ein halbes Jahr nach dem Geldregen nicht glücklicher als andere Menschen. Da lohnt es sich für die Kleinere Freuden des Lebens das Herz aufgehen zu lassen und nicht auf den großen Wurf zu Warten.

Die Macht der Gefühle 28. November 2008
 
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"Körper, Geist und Seele im Einklang"

Leitgedanken: Das Fröhlichsein ist eine Pflicht, die sonderlich dem Christen zukommt. Martin Luther

Liebe: "Mein Mann war nicht da, ich hatte Sehnsucht".

Liebe macht ein bisschen irre. Deshalb hier knallharte Fakten: Eine Anthropologin aus USA, Prof. Helen Fisher hat mehr als 1000 Verliebte untersucht und anhand nachweisbarer Botenstoffe im Gehirn herausgefunden, dass sich die Liebe an die Phasen Lust, romantische Liebe und Bindung abstufen lässt. Erotische Gefühle werden von den Sexharmonen Testosteron und Östrogen ausgelöst und beziehen sich nicht zwingend auf eine Person.
Anders die romantische Liebe. Das Verhalten frisch Entflammter ähnelt "dem von Zwangsneurotikern", sagte Fisher. Dauernd muss man an den anderen Denken, und zwar etwa 80 Prozent des Tages. Schuld daran sind etwa die Hormone Vasopresin und Oxytocin. Letzteres gilt als wahres Kuchelharmon, es wird zum Beispiel nach der Geburt vermehrt ausgeschüttet und sorgt für eine gute Bindung zwischen Mama und Baby. Oxytocin hat noch einen prima Effekt: Es macht treu.

Wut: "Und Rage zu geraten fiel mir nicht leicht".

Mal kommt er unterdruckt daher, mal lasst Zorn uns explodieren wie ein überhitzter Dampfkessel. Ob wir sanft reagieren oder heftig, liegt zum Teil, an den Genen verankert, zum Teil lernen wir aus dem Vorbild unserer Umwelt. Einen unverkennbaren Vorteil hat Zorn: "er signalisiert: Meine Grenze ist erreicht. Hier stößt du auf Widerstand". So hilft uns die Wut für unsere Interessen zu Kämpfen und unsere Seele vor Verletzungen zu schützen.
Manchmal kommt Wut auch als heiliger Zorn daher – und hat dann eine wichtige soziale Funktion: Ohne ihn gäbe es keine Bürgerinitiative, Friedensbewegung, keine Menschenrechtsorganisation. Weil bei Wut unter anderem der Blutdruck steigt und Stesssharmone unseren Organismus durchfluten, wachsen uns enorme Kräfte zu. Schlimm, wenn dies dann in Gewalt umschlägt.

Angst: "Für mich ist Furcht die Würze in der Mixtur der Gefühle"

Weglaufen oder angreifen. Genau diese beiden Verhaltensoptionen hatte ein Urmensch, wenn ihn ein Säbelzahntiger attackierte. Angst warnt uns vor Gefahren. Heute noch geschieht in unserem inneren das Gleiche wie vor tausenden von Jahren: Adrenalin rauscht durch unseren Körper, das Herz schlägt schneller.
Leider hat Angst eine unangenehme Eigenschaft: "Sie kann sich in unserer Fantasie zu einem Riesen aufblasen". Und gelegentlich kommt sie gänzlich irreal daher, lässt uns vor Spinnen oder großen Räumen, vor Liften oder Höhen erzittern – und beeinträchtigt so unser Leben. Weil solche Ängste aber häufig ein erlerntes Muster sind, das wird zum Beispiel von unseren Eltern übernehmen, lassen sie sich meist sehr gut mithilfe einer Verhaltenstherapie wieder in normale Bahnen lenken.

Psst, nicht weitersagen.... 16. November 2008
 
Na!-türlich informiert......

"Körper, Geist und Seele im Einklang"

Leitgedanken: "Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst" Seneca

Psst, nicht weitersagen.......

Jeder weiß, was Klatsch und die daraus entstehenden Gerüchte sind, aber kein Mensch kann sie packen oder greifen und selten ist ihre Herkunft nachvollziehbar. Andeutungen und Vermutungen machen überraschend schnell die Runde. Jeder tut nach Lust und Laune noch ein Quäntchen dazu und so nimmt das Gerücht immer mehr an "Gewicht".

Einerlei ob das Klatschmaul eine "Sie" oder ein "Er" ist: Die, die Tratschen, schießen ihre gut getarnten Giftpfeile natürlich nur aus dem Hinterhalt ab, leider oft mitten in das Herz des anderen. Opfer sind oft unauffällige Zeitgenossen, die sich vom lärmenden Getümmel fernhalten und deshalb in den Augen der Allgemeinheit "anders" sind. Eigenbrötler und Außenseiter das sind Bezeichnungen für die, die sich nicht unbedingt dem herrschenden Zeitgeist und der Gesellschaftsnorm verschreiben und den Mut haben, gradlinig ihren eigenen Weg zu gehen. Das alles ist manchmal Grund genug, mit scheelen Augen beobachtet zu Werden.

Oft gehen Missgunst, Intoleranz und Schadenfreude einen Packt ein, der sich der Wahrheit entgegen stellt, sie leugnet und verzerrt. Verteidigt sich der Angegriffene oder setzt er sich zur Wehr, ermutigt das noch zu übler Nachrede, denn wie heißt es so schön: "Wer sich verteidigt, klagt sich an". Die andere Möglichkeit, die Verleumdung großherzig zu ignorieren, in der Hoffnung, die Wahrheit komme über kurz oder lang doch ans Licht, gibt den Klatschmäulern Grund zu weiterem Geschwätz, denn: "Etwas Wahres wird schon dran sein an dem Gerücht, den Schweigen ist ein Eingeständnis von Schuld".

Schiller drückte es folgender maßen aus; "Es kann der Bravste nicht in Frieden Leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt".

Was ist es, das Zunge und Phantasie derart beflügelt sowie Wahrheitsempfinden und anstand lahmlegt?

Sind es die "Zu kurz gekommenen", die "Neidischen", die dafür sorgen, dass die Gerüchteküche fleißig brodelt und dampft?

Forscher fanden heraus, dass Tratsch und Klatsch in erster Linie wichtige Arten der sozialen Kommunikation sind. Sie dienen einerseits als Informationsquelle, anderseits machen der Vorgang des Weitererzählens und das Gefühl zu den "Eingeweihten" zu gehören, den Reiz dieses Phänomens aus.

Als soziale Wesen, benötigen wir Informationen über andere.

Als Klatsch werden Neuigkeiten bezeichnet, die über persönliche Angelegenheiten von anderen Menschen informieren – allerdings in deren Abwesenheit. Meist geht es um ganz persönliche Dinge, wie Intimleben, Handlungen, Denkart.

Die Forschung erklärt die Vorlieben für diese Kommunikationsform damit, dass Menschen als sozial lebende Wesen extrem von anderen Menschen abhängen. Aus diesem Grund benötigen sie so viele Informationen wie möglich über das Verhalten und die soziale Stellung von anderen – und diese liefern solche Geschichten. Klatsch und die Furcht davor dienen auch der sozialen Kontrolle.

Werden Normen und Wertvorstellungen einer Gemeinschaft überschritten, dann entsteht Gerede. Man kann dadurch Feindseligkeiten und Rivalität ausleben, ohne mit dem Betroffenen selbst konfrontiert zu sein. Das gleiche gilt für Neidgefühle gegenüber Erfolgreichen oder allzu Ehrgeizigen.

Klatsch erfüllt eine soziale Funktion in der Gemeinschaft

Eine weitere soziale Funktion den der Klatsch erfüllt, ist die Gemeinschaftsidentität. Geredet wird nur über und mit Dazugehörigen. Außenstehende werden dadurch ausgegrenzt. Tratschen kann allerdings auch negative Formen annehmen und im Extremfall ein Auslöser für Mobbing sein. Dann sind die Folgen für den Betroffenen verheerend: Die beklatschte Person kann innerhalb ihrer Gruppe angefeindet, geächtet oder ausgeschlossen werden.

Und über eines muss man sich im Klaren sein: Ein durch Klatsch und Tratsch in Umlauf gesetztes Gerücht ist kaum wieder zurückzunehmen. Letzte Zweifel, ein Hauch von Verdacht bleiben immer bestehen. Man kann einem Gerücht nicht auf den Grund gehen, denn wie von Geisterhand löst es sich in nichts auf, wenn man ihm zu Leibe rücken möchte. Niemand hat etwas gesagt oder gehört und – wie könnte es anders sein – keiner kann sich erinnern, wer was, wann und wo gesagt hat.

Wir sollten also nicht alles glauben was erzählt wird – und bei bösartigen Tratsch vielleicht öfter auch einmal nicht zuhören, denn "Klatsch gibt es jeden Tag, aber hört keiner zu, so hört er auf." Lautet ein chinesisches Sprichwort.

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